Smart Capitalism: Das Ende der Ausbeutung

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Der Übergang von der Industriegesellschaft zu einer Wissensökonomie krempelt nicht nur die Wirtschaftsprozesse, sondern auch die Wertesysteme um. Im Milieu der Start-ups und der neuen Wissens- und Kulturarbeiter entsteht eine soziale Bewegung, die den Traum der Achtundsechziger endlich verwirklicht: die Befreiung vom Joch der Maschinen und der monotonen Arbeit, die Synthese aus Selbstverwirklichung und Arbeit. Doch der neue, digitale Kapitalismus macht vielen Angst und erzwingt eine ungewollte Flexibilität. Damit bietet er jedoch auch neue Bewegungsmöglichkeiten. Er reißt alte Mauern ein - zwischen Berufsleben und Privatsphäre, Kreativität und Geldverdienen -, bietet neue Spielräume und eine ungekannte Autonomie.
Der renommierte Trend- und Zukunftforscher Matthias Horx zeigt in seinem neuen Buch, dass im Übergang zu einer wissensbasierten Ökonomie 'der ganze Mensch' in den Mittelpunkt der Mehrwertschöpfung gerät. Der Wettbewerb um die kreativen Mitarbeiter humanisiert die Strukturen des Kapitalismus. Der "War for Talents", der Krieg um die Begabten, führt mittelfristig zu Unternehmensstrategien, in denen nachhaltiger mit der "Ressource Mensch" umgegangen wird. Dieser neue, auf Teamwork, Innovation und Kooperation aufgebaute "Talentismus" macht unser Leben komplexer und anstrengender, aber auch selbstbestimmter. Er erfordert neue Sozialtechniken und neue politische Strukturen.Smart Capitalism. Das Ende der Ausbeutung. Ein Buchtitel der zum Lesen motiviert, zumal sich der Autor Matthias Horx seit einigen Jahren in der Zukunftsforschung mit so genannten "Mega-" und "Meta-Trends" beschäftigt, also Trends, die epochale Veränderungen in ökonomischen und gesellschaftlichen Systemen bewirken, "evolutionäre 'driving forces', die gewissermaßen Ewigkeitswert haben" (Horx).

In kleinen Häppchen, auf nicht einmal 200 Seiten, gelingt es Matthias Horx anhand konkreter und anschaulicher Beispiele eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie es in der Zukunft aussehen könnte. Die Saat zum allgemeinen Wohlstand im Smart Capitalism wurde durch den Boom der New Economy gesät, es kommt jedoch darauf an, sie wachsen zu lassen. Horx betrachtet den Markt und die Netzwerktechnologie, die das Internet in unsere Welt bringt und "Wertschöpfungsnetze" spannt. Der Zugang zum Kunden, dem eigentlichen "Asset", wird zum Produktionsfaktor in den offenen, transparenten, flüssigen, effizienten und humanen Märkten. Es zählen die Menschen mit Ideen, dem Rohstoff "Wissen", den "market players".

Voller Optimismus stürmt Horx in den "War for Talents" in der Wissensökonomie. "Diversity" oder Multiziplität heißt das Meta-Prinzip und nichts bleibt wie es ist. Minderheiten stellen Prototypen für den Reichtum der Gesellschaft, und es gibt die Heimat im Transit. Toleranz und Bildung sind die (Zukunfts-)Werte. Das smarte Leben ist schnell, aber wir besinnen uns auf das, was wirklich zählt. Das smarte Business stellt in der Individual- und Wissenskultur den Menschen in den Mittelpunkt. Netzwerke statt Institutionen sind gefordert. Ja, es kommt sogar zu einer "Public-Private-Partnership". Horx zeigt auf, dass der Weg von der New Economy zur "Next Economy" mit einer Zivilgesellschaft samt High-Trust-Kultur und einer neuen Nachhaltigkeit funktionieren kann. Die Wissensgesellschaft sei dann offen für ihre Zukunft und bleibe im Turbogang.

Im Turbogang führt Horx auch durch sein Buch. Zwar werden sehr viele Denkanstöße gegeben, doch bleibt insgesamt der Eindruck zurück, dass dieses Buch nicht zwingend auf eine höhere Komplexitätsstufe führt. --Mathias MahlerDer Übergang von der Industriegesellschaft zu einer Wissensökonomie krempelt nicht nur die Wirtschaftsprozesse, sondern auch die Wertesysteme um. Im Milieu der Start-ups und der neuen Wissens- und Kulturarbeiter entsteht eine soziale Bewegung, die den Traum der Achtundsechziger endlich verwirklicht: die Befreiung vom Joch der Maschinen und der monotonen Arbeit, die Synthese aus Selbstverwirklichung und Arbeit. Doch der neue, digitale Kapitalismus macht vielen Angst und erzwingt eine ungewollte Flexibilität. Damit bietet er jedoch auch neue Bewegungsmöglichkeiten. Er reißt alte Mauern ein - zwischen Berufsleben und Privatsphäre, Kreativität und Geldverdienen -, bietet neue Spielräume und eine ungekannte Autonomie.
Der renommierte Trend- und Zukunftforscher Matthias Horx zeigt in seinem neuen Buch, dass im Übergang zu einer wissensbasierten Ökonomie 'der ganze Mensch' in den Mittelpunkt der Mehrwertschöpfung gerät. Der Wettbewerb um die kreativen Mitarbeiter humanisiert die Strukturen des Kapitalismus. Der "War for Talents", der Krieg um die Begabten, führt mittelfristig zu Unternehmensstrategien, in denen nachhaltiger mit der "Ressource Mensch" umgegangen wird. Dieser neue, auf Teamwork, Innovation und Kooperation aufgebaute "Talentismus" macht unser Leben komplexer und anstrengender, aber auch selbstbestimmter. Er erfordert neue Sozialtechniken und neue politische Strukturen.

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